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Die Kapillarität ist eine physikalische Eigenschaft, die den Transport von Flüssigkeiten und darin enthaltenen Stoffen innerhalb feinster Haarröhrchen, Poren und Spalten in alle Richtungen, also auch entgegengesetzt zur Schwerkraft bewirkt. Im Unterschied zu Leitungen größeren Querschnitts kann somit der Transport von benetzenden Flüssigkeiten ohne Pumpen und damit ohne zusätzliche Energie erfolgen.

Förderhöhe und Fördermenge sind von folgenden Faktoren abhängig:

  1.  Adhäsionskraft der Stoffe, die Kapillare besitzen oder erzeugen,
  2. Größe, Zahl und Länge der Kapillare,
  3. Benetzungsfähigkeit der Flüssigkeit,
  4. Wirkung der Schwerkraft
  5. Saug- und Druckwirkung natürlicher Vorgänge, wie z. B. der durch Photosynthese von Blättern und Pflanzen-Neutrieben erzeugte osmotische Saugdruck.

 

Kapillarität in der Natur:

  1. Flüssigkeitstransport in Pflanzen und Lebewesen, 
  2. Transport von Wasser und Mineralsalzen innerhalb der Erde und in porösen Gesteinen.

 Beispiele für die Nutzung der Kapillarität:

  1. Dochte in Öl- und Petroleumlampen
  2. Schwämme, Löschpapier, Mikrofasertücher, Windeln

Kapillarröhrchen und -schläuche im Gesundheitswesen

  1. Automatische Entfernung von Wasser aus Behältern durch Dochte (z. B. Kondenswasser)  
  2. Luftbefeuchtung.

Begriffsbestimmung Kapillarbewässerung:

Die Kapillarbewässerung ist ein Bewässerungsverfahren, welches den Pflanzen Wasser bzw. Nährlösung aus tiefer gelegenen Wasservorkommen, Behältern oder Rinnen über Dochte oder Matten ausschließlich durch Kapillarität zuführt, d. h. weder Druckwasser noch elektrische Energie erfordert und trotzdem feuchteeinstellbar ist.

Zur Ergänzung des verbrauchten Wassers in den Behältern, aus denen Dochte oder Matten saugen, können jedoch, wenn keine stromlose Wasserzufuhr aus höher angeordneten Wasserspeichern möglich ist, Pumpen eingesetzt werden.

Letztere sind in diesem Falle kein direktes Bestandteil der Kapillarbewässerung. Auch eine zeit- oder feuchtegesteuerte elektrische Wasserzufuhr zu den Behältern ist gestattet. Kombinationen mit herkömmlichen Bewässerungsverfahren, die auch die Kapillarität von Substrat nutzen, sind nicht als Kapillarbewässerung zu bezeichnen. Das Gleiche gilt für Verfahren, die ohne Zwischenmedien (z. B. Dochte) eine direkte Verbindung zwischen Wasser und Substrat haben (z. B. Hydrokultur und Anstaubewässerung) und nur eine zeitgesteuerte Feuchtesteuerung ermöglichen.

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