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Wasserbedarf

Je nach Material der jeweiligen Bauart als auch die Gefäßgröße selber entscheiden über den unterschiedlichen Bedarf an Wasser.
 
Es gilt das größere Gefäße und Töpfe auf Grund des höheren Erdanteiles mehr Wasser und Dünger aufnehmen können und so eine Pflege der Pfanzen und Blumen erleichtern. Kunststoffgefäße und glasierte Töpfe sind im Wasserhaltevermögen doch etwas vorteilhafter als ein Terrakottatopf. Hier verdunstet Wasser einfach durch seine Wände.
 
Hilfreich sind vor allem großvolumige Pflanzgefäße mit einem Wasserspeicher. Diese müssen zwar auch mit Wasser befüllt werden, aber laut Untersuchungen, weniger häufig als bei konventionellen Pflanzgefäßen und unterm Strich mit weniger Wasser.

Auch die richtige Wahl von Pflanzerde ist als wichtig anzusehen denn angereicherte Erde mit Ton speichert Wasser besser als Billigerde, die es nur so durchrinnen lässt da diese kein Wasser schnell binden kann. Aber Erde die widerum stark tonhaltig ist sollte man im Gegenzug vor einer Vernässung gut schützen.
Der Wasserbedarf einer Pflanze ist abhängig von Pflanzenart und -Größe und Pflanzbehälter:

Große, wüchsige Pflanzen, insbesondere solche aus Feuchtgebieten, entziehen dem Substrat mehr Wasser als kleine Pflanzen oder solche aus Trockengebieten.

Temperatur und Licht: Je höher die Temperatur bei gleichzeitig viel Licht ist, umso größer ist der Wasserbedarf der Pflanzen und umso mehr Wasser wird nachgesaugt (Ein Teil des Wassers verdunstet über Blätter und Substrat).

Luftfeuchte und Luftbewegung: Sinngemäß gleiches gilt für Luftfeuchte und Luftbewegung wie bei Temperatur und Licht

Differenzfeuchte: Je größer die Differenzfeuchte zwischen Wasser speichernden Medien und dem Substrat ist, um so mehr Wasser wird nachgesaugt.

In der Natur wachsen Pflanzen dort, wo die Umweltbedingungen den Bedürfnissen der Pflanzen entsprechen. Die Wasserversorgung geschieht hauptsächlich durch Regen, durch das aus tieferen Erdschichten mittels Kapillarität nach oben steigende Wasser, durch die Saugkraft der Pflanzen und durch Differenzfeuchte.
Bei der Pflanzenkultur sind mit möglichst geringem Aufwand Bedingungen zu schaffen wie in der Natur. Entsprechend sind bevorzugt solche Pflanzen gemeinsam zu kultivieren, die in der Natur ähnliche Standortbedingungen haben. Das betrifft auch den Wasserbedarf und evtl. einzuhaltende Phasen geringeren Wasserbedarfs oder Abtrockenphasen.

Pflanzen die zeitweise trockener zu stellen sind (Beispiele): Begonien, Clivien, Geranien, Pelargonien, Fuchsien, Gardenien und Orchideen. Pflanzen, die nicht von oben gegossen werden sollen (Beispiele): Knollenpflanzen: Alpenveilchen, Usambaraveilchen und Knollenbegonien.

Ca.-Richtwerte für den Wasserbedarf von Pflanzen:
Angaben ohne Gewähr
  • Zimmerpflanzen 40 bis 100 ml/Tag
  • Pflanzen in 1-m- Balkonkästen 1 bis 5 l/Tag
  • Kübelpflanzen in 10 l-Gefäßen 1 bis 5 l/Tag
  • Große Kübelpflanzen bis mehr als 20 l/Tag
  • Topfpflanzen auf Matte im Gewächshaus 2 bis 5 l /qm/Tag
  • Pflanzen im Freien bis ca. 10-20 l /qm /Tag
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